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Über Uns

Geschichte

Die ARCHE über die Jahre

1969 gründete eine Gruppe, bestehend aus Psychotherapeuten, Ärzten, einem Rechtsanwalt, dem damaligen Direktor der Münchner Volkshochschule und weiteren sozial engagierten Menschen den Trägerverein „DIE ARCHE – Zentrale für Selbstmordverhütung und Lebenshilfe e.V.“

Im Jahr 2001 wurde der Name in „DIE ARCHE – Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen e.V.“ umbenannt.

Ausgangspunkt für die Gründung der ARCHE war die Erfahrung mit der Unzulänglichkeit der Versorgung von Menschen nach einem Suizidversuch oder in einer suizidalen Krise. Medizinisch wurden die Menschen oft gut versorgt, aber sie erfuhren keine weiterführende fachliche Beratung und Begleitung.


Der Grundgedanke des Modells ARCHE bestand darin, möglichst viele Probleme der Klienten in ihrer Verflechtung zu erfassen und einer integrativen Lösung näher zu bringen.

Dazu sollten Fachkräfte aus unterschiedlichen Disziplinen in einem Team zusammenarbeiten. 1975 wurde DIE ARCHE deshalb in der Psychiatrie-Enquéte der Bundesregierung als Modelleinrichtung aufgeführt.

Beraterisch / psychotherapeutisch ausgebildete Dipl.-Psychologen, Dipl.-Sozialpädagogen, Ärzte, sowie eine Juristin und eine Trauerbegleiterin bieten seitdem Krisenintervention, Beratung und Kurzzeitpsychotherapie für Menschen in Krisen, bei Suizidgefährdung, für Angehörige und Hinterbliebene nach einem Suizid an.

Weitere Aufgaben der ARCHE sind laut Satzung die Aufklärung der Öffentlichkeit über Ursachen und Wirkungen von Suizidalität sowie die Beseitigung von Diskriminierung Suizidaler und Behinderter in der Gesellschaft.



Pro Jahr sind es inzwischen über 1.500 Personen die sich hilfesuchend an DIE ARCHE wenden. Hinzu kommen die Teilnehmenden von Fortbildungsveranstaltungen und Supervisionen.

Bis zum Jahr 2025 nahmen ca. 60.000 Menschen die Beratung und Begleitung durch DIE ARCHE in Anspruch.  

     


Unsere Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Arche


Seit 1969 begleitet DIE ARCHE Menschen in Lebenskrisen und Suizidgefahr – mit Empathie, Fachkompetenz und unerschütterlicher Menschlichkeit. Die Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum erzählt die Geschichte dieser besonderen Beratungsstelle: Von den Anfängen als Pionierprojekt über bewegende Klient*innen-Stimmen bis hin zur Entwicklung eines multiprofessionellen Teams.

Das PDF dokumentiert nicht nur die Geschichte, sondern auch die Haltung der ARCHE: Zuhören. Ernst nehmen. Hoffnung geben.


👉 Jetzt lesen: 50 Jahre DIE ARCHE – Festschrift



Trägerverein

ist der 1969 unter dem Namen „DIE ARCHE - Zentrale für Selbstmordverhütung und Lebenshilfe e.V.“ gegründete Verein. 2001 wurde er in „DIE ARCHE - Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen e.V.“ umbenannt. Registernummer: VR 7736 

Mitglied des Vereins kann werden wer mit suizidgefährdeten oder anderweitig gefährdeten Personen befasst ist oder die Ziele des Vereins unterstützt. Der Verein wird durch einen fünfköpfigen Vorstand vertreten. Aktuell sind dies: 


Erste Vorsitzende – Dr. med. Lisa Pecho

stellv. Vorsitzende – Lucia Wasserrab

Geschäftsführerin des Vorstands – Dr. med Ulrike Wegner

Beisitzer – Dr. med. Michael Welschehold

Beisitzer – Michael Martinz


Spenden – Konto

Hypo-Vereinsbank

Empfänger: Die Arche-Sui-praev
IBAN: DE92 7002 0270 3180 1009 02
BIC: HYVEDEMMXXX

Postbank München

Empfänger: Die Arche - Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen e.V.
IBAN: DE11 7001 0080 0092 0008 08
BIC: PBNKDEFFF


Förderverein

1995 wurde ein ebenfalls gemeinnütziger „Verein zur Förderung der Suizidprävention und Krisenhilfe e.V.“ gegründet.

Registernummer: VR 15147

Ziel des Vereins ist die Beschaffung der dringend benötigten Eigenmittel für DIE ARCHE zur Förderung und Unterstützung der Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen.

Mitglied dieses Fördervereins können alle Personen werden, die die Ziele dieses Vereins und der ARCHE unterstützen möchten. 


Erster Vorsitzender – Dr. Sebastian Wolf

stellv. Vorsitzender – Hans Doll

Beisitzerin – Elisabeth Baier


Spenden – Konto

SozialBank AG

Empfänger: Verein zur Förderung der Suizidprävention und Krisenhilfe e.V.
IBAN: DE09 3702 0500 0008 8163 00
BIC: BFSWDE33XXX


Finanzierung

Die Finanzierung der ARCHE geschieht durch Zuwendungen des Bezirks Oberbayern, der Landeshauptstadt München, der bayerischen gesetzlichen Krankenkassen sowie der katholischen und evangelischen Kirche.

Zur Erbringung der notwendigen Eigenmittel ist DIE ARCHE auf Spenden, Bußgelder und Mitgliedsbeiträge angewiesen.


Öffentlichkeitsarbeit

Zum satzungsgemäßen Aufgabenbereich der ARCHE gehören Aufklärung und Prävention durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit.

Verwirklicht wird dies durch die Durchführung und Beteiligung an Informationsveranstaltungen, Tagungen, Kongressen, Veröffentlichungen, sowie durch Medienbeiträge und Veranstaltungen in Schulen, Altenheimen, Gemeindezentren etc.



2026 beteiligte sich Die Arche anlässlich des Weltsuizidpräventionstages, an zwei Aktionen.

Ziel war es, die Aufmerksamkeit zu diesem Thema zu fördern und darüber zu informieren.


Aktion am Marienplatz

"Lichter gegen das Vergessen"

Das Regionale Netzwerk Suizidprävention München plante auch in diesem Jahr eine Aktion zum Welttag der Suizidprävention am 10. September 2026 auf dem Marienplatz. Dabei wurden Kerzen in der Anzahl der durch Suizid verstorbenen Münchner*innen aufgestellt.

Schirmherr der Aktion war Oberbürgermeister Dominik Krause. Bürgermeisterin Mona Fuchs sprach das Grußwort. Angehörige, Betroffene und alle, denen Suizidprävention am Herzen liegt, waren herzlich eingeladen.

(Fotos: Heike Geismar)

Öffentlichkeitskampagne

Die Arche engagierte sich, die bundesweite Öffentlichkeitskampagne, die rund um Weltsuizidpräventionstag am 10.09.2026 für diverse Medien vorbereitet wurde, regional in die Umsetzung zu bringen. Die Überschrift der Kampagne war "Deine Geschichte ist nicht zu Ende".


Interview zum Welttag der Suizidprävention 2026 in Bayern 2

In Krisen entwickeln manche Menschen Suizidgedanken. In dieser Situation bietet der Verein "Die Arche" Beratung und Hilfe an. Zum Welttag der Suizidprävention hat Birgit Magiera mit dem Psychotherapeut Anian Geyer von der "Arche" gesprochen.

Hier können Sie sich das Interview anhören: Interview zum Welttag der Suizidprävention in Bayern 2


Im Rahmen des Welttags Suizidprävention im September 2026 wurde von einer Hinterbliebenenfamilie eine ganz besondere Aktion durchgeführt: nach dem Suizid von Felipe haben sein Vater und seine Schwester, zusammen mit weiteren Bekannten den Genfer See durchschwommen, sie haben also in Staffeln 70,8 Kilometer in 17:21:28 Stunden im Wasser erfolgreich hinter sich gebracht. Sie erzielten eine neue Bestzeit und gedachten mit der Aktion dem verstorbenen Sohn und Bruder.

Solène Guisard ist Synchronschwimmerin und dort sehr erfolgreich Teil der deutschen Nationalmannschaft. Die Münchnerin unternimmt aber immer wieder auch einen Ausflug ins Freiwasser, z.B. hat sie bereits den Ärmelkanal (damals mit ihrem Bruder und ihrem Vater) überquert.

Eigentlich sollte das Familienprojekt bereits im vergangenen Jahr über die Bühne gehen, damals erlitt ihr Vater allerdings einen Bandscheibenvorfall. Diesmal schlug das Schicksal noch härter zu, als ihr Bruder nur wenige Tage vor dem geplanten Start aus dem Leben schied. „Aber wir wollten es für Felipe durchziehen und haben es dann als Family & Friends-Staffel aufgezogen“, sagt Guisard.

„Wir waren ein starkes Team“, sagt Guisard. „Wir sind sehr dankbar, dass sie so spontan mitgemacht haben. Allen ging es weniger um die eigene Leistung und den möglichen Rekord, sondern vor allem um das gemeinsame Gedenken an Felipe.“ Die 23-Jährige machte den Anfang, anschließend wurde jede Stunde gewechselt. „Ich habe mich körperlich super gefühlt. Ich hatte einfach so viel Kraft und Energie, weil ich wusste: Da ist dieses Ziel, das Beste für meinen Bruder zu geben.“

Ihr Vater hatte sogar extra ein Banner mit einem Foto von Felipe drucken lassen. „Wenn ich geschwommen bin, habe ich meinen Bruder die ganze Zeit gesehen und es hat sich so angefühlt, als schwimme ich mit ihm. Das hat mir unglaublich viel Kraft gegeben. Deshalb fand ich es trotz der Länge auch weniger anstrengend als beim Ärmelkanal: Weil mich die Liebe für meinen Bruder getragen und mir zusätzliche Energie gegeben hat“, so Guisard.

Sie nutzte die Überquerung zugleich für eine wichtige Botschaft, um Spenden für den Münchener Verein „Die Arche“ zu sammeln, der sich der Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen widmet. „Das ist ein wichtiges Thema. Psychische Probleme sollten kein Tabu sein. Bei meinem Bruder habe ich es nicht erkannt, obwohl ich ihm so nah bin und obwohl ich Psychologie studiere. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft offen darüber reden und es entsprechende Hilfeangebote gibt“, so Guisard.


191 Suizide in München sichtbar machen: Aktion zum Welttag der Suizidprävention 2024

Zum Welttag der Suizidprävention am Dienstag, 10. September 2024, rief ein Bündnis von Krisen- und Beratungsdiensten in der Landeshauptstadt München zu einer Foto-Aktion auf dem Münchner Marienplatz auf.

Ziel war es, dass 191 Menschen in Bettlaken gehüllt sich für einige Minuten schweigend auf den Marienplatz legen. Die Zahl 191 steht für die Menschen, die im Jahr 2022 allein in der Landeshauptstadt München durch Suizid gestorben sind.



Auch 2025 fand eine Aktion zum Welttag der Suizidprävention statt an dem sich die Arche e.V. beteiligte. Die die Aktion fand am Gärtnerplatz in München statt.

Infostand der Arche e.V. auf der Stadtteil-Aktion in Schwabing West.

Infostand der Arche e.V. am Streetlife Festival in München am Corso Leopold.


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